Florian Schlögl – Technik ist nicht alles

SPÖTTER SAGEN SCHON MAL, DASS REISEUNTERNEHMEN EIGENTLICH IT-UNTERNEHMEN SIND, DIE SICH ZUFÄLLIGERWEISE MIT REISEN BESCHÄFTIGEN. BEI GRUBER-REISEN IST DAS DEFINITIV NICHT DER FALL, ABER DENNOCH IST FESTZUSTELLEN, DASS SICH IMMER MEHR MITARBEITER MIT IT BESCHÄFTIGEN UND AUCH ERHEBLICHE INVESTITIONEN IN DIESEN BEREICH FLIESSEN.
 
Florian Schlögl, 37 Jahre jung und Vater einer zweijährigen Tochter und eines gut einjährigen Sohns, ist derjenige im Führungsteam, der die Entwicklungsrichtung vorgibt. Sein offizieller Titel ist Projektmanager, was einen Hinweis auf seine breitgefächerten Tätigkeiten gibt: Die IT ist sicher sein wichtigstes Betätigungsfeld, aber darüber hinaus kümmert er sich auch um große Umbaumaßnahmen im Filialnetz.
 
Bei solch großen Projekten geht es immer auch darum, eigene Mitarbeiter und die Mitarbeiter von externen Partnern zu koordinieren. Da geht es nicht immer konfliktfrei zu. Aber Florian Schlögl kommt hier sein ausgleichendes Naturell zugute. „Wir finden immer schnell eine pragmatische Lösung“, sagt er aus Erfahrung. Die IT in einem so vielfältigen Reiseunternehmen wie GRUBER-reisen ist ein komplexes Gebilde. Da gibt es die sogenannten „Front-Office-Systeme“, über die die Reisebüro-Mitarbeiter Flüge, Urlaubsreisen, Hotels u.a. buchen. Die Buchungsdaten müssen in die „Mid-Of-fice-Systeme“ übertragen werden, die für Reisebestätigungen und Rechnungen verantwortlich sind. Alle Zahlungsdaten werden in den „Back-Office-Systemen“ verarbeitet.
 
Insgesamt 50 Projekte, große und kleine, stehen in den nächsten Jahren an. Das für die Zukunft wichtigste heißt intern „Kundenstamm“. Es fasst kundenbezogene Aktivitäten zusammen und soll die Kundenberatung im Reisebüro künftig noch individueller machen. Florian Schlögl ist dafür „Product Owner“, wie es so schön im IT-Deutsch heißt. Er muss bei dieser Aufgabe sowohl die internen Anforderungen, als auch die Möglichkeiten von externen Partnern unter einen Hut bringen und für die Software-Entwickler übersetzen. Das Ganze natürlich auch umgekehrt. Technik ist nicht alles, aber ohne
Technik ist alles nichts.
 
Eines seiner größten „Projekte“ ist aber, wie er schmunzelnd sagt, die junge Familie, mit der er in der Südsteiermark lebt. Die Kinder stehen im Mittelpunkt. Besonders familientauglich ist sein Talent zum Kochen. Mit Pasta Carbonara und Erbsen kann er auch die Kleinen beeindrucken. Wenn Freunde zu Besuch kommen, wird seine Saltimbocca alla Romana mit Erdäpfel-Safran-Püree sehr gelobt. Was den Mitgliedern der Familie Schlögl wohl allen gemeinsam ist, ist der Sport. Florian Schlögl ist ein begeisterter Skifahrer, der für sein Hobby auch weite Strecken zurücklegt.